Waffen- und MunitionshändlerIn (Lehrberuf) - Lehrzeit: 3 Jahre

Berufsbeschreibung

Waffen- und MunitionshändlerInnen kaufen und verkaufen Waffen (z. B. Jagdgewehre, Sportwaffen, Pistolen), Munition und Jagdaccessoires und lagern diese. Sie erklären den Kundinnen und Kunden die Handhabung von Waffen, erläutern Waffensysteme und Schießtechniken. Sie führen alle kaufmännischen Arbeiten wie Buchhaltung, Bestellwesen, Kundenverwaltung sowie Telefon- und Schriftverkehr durch.

Waffen- und MunitionshändlerInnen arbeiten in den Verkaufsräumen von Einzelhandelsbetrieben und angeschlossenen Büros und Lagerräumen im Team mit Berufskolleginnen/-kollegen und haben Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden.

Waffen- und MunitionshändlerInnen führen alle kaufmännischen Tätigkeiten durch, die im Waffeneinzelhandel anfallen. Sie ermitteln den Lagerstand, den Warenbedarf sowie die Preise und geben Bestellungen auf. Zum Warensortiment eines Waffengeschäfts gehören Feuerwaffen (z. B. Gewehre, Pistolen), Munition (diverse Sorten von Schusspatronen), Zubehör wie Zielfernrohre, Feldstecher, Jagdmesser sowie Fischereiartikel und Artikel für den Bogensport.

Sie überprüfen die gelieferten Waren auf ihre Qualität und Funktionstüchtigkeit, lagern sie fachgerecht bzw. stellen sie in den Schauräumen des Geschäftslokals aus. Sie beraten ihre Kundinnen und Kunden, führen Verkaufsgespräche und erklären die verschiedenen Waffengattungen und ihre Handhabung. Ist der Erwerb einer Waffe an den Besitz eines Waffenscheins gebunden, so sind sie dazu verpflichtet, sich diesen von ihren Kundinnen und Kunden vorweisen zu lassen. Den Verkauf einer Feuerwaffe tragen sie in ein sogenanntes "Waffenbuch" ein, das regelmäßig von Behörden kontrolliert wird. Waffen- und MunitionshändlerInnen führen Betriebsbücher und Dokumente (z. B. Buchhaltung, Bestellwesen, Kundenkarteien) und wickeln den Telefon- und Schriftverkehr ab.

Ist ein Kunde/eine Kundin mit der gekauften Ware einmal nicht zufrieden, weil diese z. B. beschädigt ist oder eine falsche Größe etc. gewählt wurde, nehmen Waffen- und MunitionshändlerInnen die  Reklamation entgegen, tauschen die Waren um oder stellen Gutschriften aus.

Waffen- und MunitionshändlerInnen verwenden für ihre Arbeit Kassen-, Bestell- und Lagersysteme, die durch spezielle Computersoftware gesteuert werden (Bestell- und Abrechnungssysteme). Sie hantieren mit ihrem Warensortiment und verwenden Dekorationsmaterial (Poster, Tiermodelle usw.) zur Gestaltung von Schaufenstern und zur Warenpräsentation. Wie in allen Handels- und Dienstleistungsbereichen müssen sie gut für ihre Kundinnen und Kunden erreichbar sein, d. h. der Umgang mit verschiedenen Kommunikationsmitteln wie z. B. E-Mail, Telefon und Mobiltelefon ist eine Selbstverständlichkeit in ihrem Beruf. Mitunter kommunizieren sie aber auch über Kurznachrichtendienste (Messengerdienste) oder Videotelefonie (z. B. Skype) mit Kundinnen und Kunden.

Waffen- und MunitionshändlerInnen wissen genau über die gesetzlichen Regelungen zur Abgabe von Waffen, Munition und anderes Zubehör und die Beschränkungen Bescheid und führen die dafür erforderlichen Kontrollen und Aufzeichnungen durch.

Waffen- und MunitionshändlerInnen arbeiten in Geschäftslokalen, Lager- und Büroräumen von Waffenhandlungen. Sie arbeiten im Team mit ihren Kolleginnen und Kollegen und haben Kontakt zu Kundinnen/Kunden, Lieferanten und in größeren Betrieben zu Fachkräften aus anderen Abteilungen, wie z. B. Lagerhaltung oder  Rechnungswesen.

Wie in anderen Einzelhandelsberufen arbeiten Waffen- und MunitionshändlerInnen teilweise auch an Samstagen und am Abend. Im Einzelhandel arbeitet man viel im Stehen, was eine gewisse körperliche  Fitness erfordert.

  • Angebote von Großhändlern und Erzeugern einholen
  • die gewünschten Waren telefonisch oder schriftlich bestellen
  • die gelieferten Waren übernehmen und auf eventuelle Mängel überprüfen
  • den Zahlungsverkehr mit Lieferanten abwickeln
  • die Warenpreise kalkulieren, die  Bilanz erstellen, die  Inventur durchführen
  • Lager verwalten (Lagerkartei oder computergestützte Lagerhaltung)
  • Auslagen im Geschäftslokal gestalten
  • Kundinnen und Kunden beraten
  • Waffenbesitzkarten und Waffenpässe überprüfen
  • die Waffenverkäufe in ein "Waffenbuch" eintragen (dieses ist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen zu führen und muss einmal im Jahr der Bezirksverwaltungsbehörde zur Einsichtnahme vorgelegt werden)
  • Waffeneinzelhandelsgeschäfte
  • Waffengroßhandel (selten)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Einzellader Hinterlader Kaliber nichtletale Waffen

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