Messtechniker*in

Andere Bezeichnung(en): Mess- und Regelungstechniker*in

Berufsbeschreibung

Messtechniker*innen befassen sich mit verschiedenen Methoden und Geräten zur Messung vor allem von elektrischen und elektronischen Werten (Energie, elektrischer Strom), aber auch anderer physikalischer Größen (z. B. Masse, Druck, Länge, Zeit, Temperatur). Sie sind in allen Bereichen der industriellen Fertigung beschäftigt, besonders im Bereich der Energietechnik und Umwelttechnik und arbeiten bei Stromnetzbetreibern, Kraftwerken oder Herstellern von elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen (z. B. Generatoren, Navigationsinstrumente etc.).

Messtechniker*innen in diesen Branchen überprüfen beispielsweise Störungsmeldungen im energietechnischen Bereich (z. B. mit einem  Multimeter). Auch das Überprüfen des Stromverbrauchs in Privathaushalten und das  Justieren oder  Kalibrieren des Stromzählers gehören zu ihren Aufgabenbereichen. Messtechniker*innen sind aber auch im Maschinen- und Anlagenbau tätig, z. B. bei Herstellern von Werkzeugmaschinen. Darüber hinaus bieten Unternehmen der technischen Gebäudeausrüstung ein weiteres Beschäftigungsfeld.

Messtechniker*innen sind hauptsächlich bei Herstellern von elektrischen und elektronischer Anlagen und Produkte, in der Energieversorgung oder auch im Maschinen- und Anlagenbau tätig. Darüber hinaus kommen sie in allen Bereichen der maschinellen (automatisierten und teilautomatisierten) Fertigung zum Einsatz. Sie sorgen für die Auswahl der geeigneten Messsensoren ( Sensor), bauen verschiedene Messgeräte auf und führen selbstständig Messungen an diversen Prüfständen oder direkt in der Produktion durch. Sie werten die Messergebnisse aus, erstellen Messberichte und arbeiten an der Entwicklung von Messmethoden, -systemen und Auswertungssystemen mit. Sie erfassen, modellieren und korrigieren die Messabweichungen, reagieren auf unerwünschte Einflüsse und kalibrieren und justieren Messgeräte.

Messtechniker*innen nehmen Reklamationen und Fehlerberichte entgegen, realisieren dann unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften die notwendigen Messungen, um die Ursache zu finden und lösen mögliche Messabweichungen oder -störungen anhand von Prüfberichten. Dabei spielen vollautomatisierte Messeinrichtungen und Messvorgänge eine immer größere Rolle, die von den Messtechniker*innen eingestellt, gesteuert und überprüft werden.

Zu den Aufgabenbereichen von Messtechniker*innen zählen weiters auch das Entwickeln von standardisierten Messumgebungen und die Einschulung von Personen für einfache messtechnische Aufgaben.

Messtechniker*innen müssen sehr genau arbeiten, da die Qualität und das Ergebnis einer Messung neben verschiedenen Faktoren wie z. B. Art und Alter des Messgerätes, vorhandener Umgebungstemperatur, Luftströmung oder Windgeschwindigkeit, auch maßgeblich von der Art der Interaktionen zwischen Mensch und Messmittel bzw. Messgerät abhängt.

Messtechniker*innen verwenden für ihre Messungen verschiedene mechanische, optische und elektronische Messgeräte (z. B. Thermometer,  Pyrometer,  Barometer,  Multimeter,  Frequenzmesser, etc.).
Für die Datenauswertung setzen Messtechniker*innen Computer und Tablets mit modernster  Software ein. Die Erstellung von Messberichten und Prüfplänen erfolgt beispielsweise mittels der erhobenen Daten mit spezieller  Software (z. B. solidworks). Weiters benutzen sie die üblichen Büro- und Kommunikationsmittel wie Kopierer,  Scanner, Drucker, Telefone und Mobiltelefone und spezielle Handhelds.

Messtechniker*innen arbeiten überwiegend in Unternehmen der Energieversorgung und des Maschinen- und Anlagenbaus. Sie arbeiten in Büros, in Fabriks- und Fertigungshallen sowie an wechselnden Arbeitsorten im Außendienst bei ihren Kundinnen/Kunden und Auftraggeber*innen vor Ort (z. B. auf Baustellen).

Sie arbeiten im Team mit Fach- und Hilfskräften sowie mit verschiedenen Expertinnen und Experten (z. B. CAM-Techniker*in, SPS-Techniker*in, ASIC-Techniker*in, CAD-Techniker*in, Automatisierungstechniker*in) und haben Kontakt mit Mitarbeiter*innen von Kammern und Behörden.

  • taktile (mit Maßband) und optische Messungen (3D-Messmaschine) durchführen
  • messtechnische Aufgaben planen und durchführen
  • Arbeitsvorbereitung, geeignete Messmittel und Geräte auswählen und bereitstellen
  • Prozesse optimieren und Projekte in messtechnischen Belangen unterstützen und gegebenenfalls überwachen
  • Messvorrichtungen instand halten, kontrollieren, kalibrieren, justieren und warten
  • Kosten kalkulieren und optimieren
  • neue Methoden zur Messung in der Versuchsplanung erstellen
  • Messabläufe für den Versuchsablauf abstimmen
  • Qualitätsmanagement, Qualitätskontrollen durchführen
  • Reklamationen bearbeiten, mit Messmitteln prüfen
  • Messungen auswerten und dokumentieren
  • Erstbemusterung vornehmen (z. B. Haftfestigkeitsprüfung, Farbmusterprüfung, Oberflächenbeurteilung)
  • Prüfberichte und Messberichte erstellen
  • Arbeiten nach Prüfplänen und Zeichnungen durchführen
  • messtechnische Einrichtungen und Geräte warten und pflegen
  • Ansprechpartner für Fachabteilungen sein
  • Unternehmen der Energietechnik (z. B. Kraftwerke) und Energieversorgung
  • Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbau sowie der technischen Gebäudeausrüstung
  • Industrie- und Gewerbebetriebe mit Messtechnikabteilungen aller Branchen
  • als selbstständige Messtechniker*innen
  • öffentlicher Dienst (Bauamt, Ingenieurs- und Ziviltechnikbüros, etc.)
  • Universitäten und andere Forschungseinrichtungen

Der Beruf Messtechniker*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • betriebliche Fachbereiche wie z. B.:
    - Energietechnik, Umwelttechnik, Gebäudetechnik, Bauwesen
  • Bautechnik, Bauingenieurwesen
  • Gebäudetechnik, Facility Management
  • Ziviltechnik
  • Lehre an Schulen, Berufsschulen, Fachhochschulen

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 CAD Frequenzmesser Multimeter Prüfstand Pyrometer Sensor

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