Berufswahltipps drucken
Die Bewerbungstipps helfen Ihnen bei einer optimalen Vorbereitung und Durchführung Ihres Bewerbungsprozesses.
Hinweise zur Gestaltung von Bewerbungsbriefen und Lebenslauf fehlen dabei ebenso wenig, wie Tipps zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch. Einige Arbeitsblätter und weitere Informationsquellen sollen Ihnen den Einstieg in die Arbeitswelt erleichtern. Sie können gezielt einzelne Unterthemen aus dem Menü auswählen oder das gesamte Thema Schritt für Schritt durcharbeiten.
Ein Bewerbungsschreiben besteht aus folgenden Teilen:
- dem Bewerbungsbrief (Anschreiben, Motivationsschreiben)
- dem Lebenslauf (CV = Curriculum vitae)
- Dokumente (Zeugnisse etc.)
Wird die Bewerbung brieflich verschickt, stellen Sie aus all diesen Unterlagen eine Bewerbungsmappe zusammen.
Mit Ihrer Bewerbung müssen Sie beim Unternehmen Interesse für sich wecken. Der/die UnternehmerIn (der/die Personalverantwortliche) muss den Eindruck bekommen, Sie sind genau der/die Richtige für das Unternehmen.
- Ihr Bewerbungsschreiben muss individuell sein, vermeiden Sie vorgefertigte Unterlagen, in die Sie nur noch Ihre Daten einsetzen. Vorgefertigte Bewerbungsschreiben führen meist zu vorgefertigten Absagen.
- Wenn Sie sich auf eine Stellenausschreibung hin bewerben, beziehen Sie sich auf diese Ausschreibung. Geben Sie dabei genau an, auf welche Stelle, wann, in welchem Medium (Zeitung, Zeitschrift, Online-Stellenbörse etc.) Sie sich beziehen. Viele Unternehmen inserieren laufend auch mehrere Stellen in unterschiedlichen Medien.
- Wenn nicht ausdrücklich eine handgeschriebene Bewerbung verlangt wird, sollte Ihre Bewerbung auf jeden Fall mit dem Computer geschrieben sein.
- Aus der Bewerbung muss hervorgehen, warum Sie gerade diesen Job bei gerade diesem Unternehmen wollen …
- … und warum Sie die richtige Person für diesen Job sind.
- Versuchen Sie das Wichtigste möglichst kurz zu sagen, Ihr/e künftige/r ArbeitgeberIn hat vielleicht nur wenig Zeit sich das Bewerbungsschreiben durchzulesen. Vermeiden Sie überflüssige Formulierungen und Informationen.
- Achten Sie auf eine korrekte Schreibweise (Grammatik, Rechtschreibung).
- Achten Sie darauf, dass Ihre Unterlagen, Bewerbungsbriefe und Lebensläufe immer am aktuellsten Stand sind (z. B. aktuelles Datum auf Bewerbungsbriefen und Lebensläufen).
- Auf keinen Fall sollten Sie bei Ihren Angaben übertreiben oder unehrlich sein.
Wenn Sie sich mit einem Telefonanruf bewerben, erfahren Sie meistens gleich Resultate. Die Vorbereitung auf dieses Gespräch muss aber besonders gründlich sein, denn Sie haben keine Möglichkeit, im Nachhinein etwas in Ordnung zu bringen (wie etwa beim Schreiben eines Briefes mit dem Computer). Notieren Sie sich deshalb vorher schriftlich die wichtigsten Punkte, die Sie im Telefonat einbringen wollen.
Kennen Sie Ihre/n AnsprechpartnerIn? Wenn nicht, dann lassen Sie sich zum/r Personalverantwortlichen weiter verbinden. Nennen Sie immer Ihren vollen Namen (in der Aufregung wird das oft vergessen) und sprechen Sie besonders deutlich. Sagen Sie das Wesentliche, halten Sie sich aber kurz. Bieten Sie Ihrem/r GesprächspartnerIn an, eine Bewerbungsmappe zu schicken und bitten Sie um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.
Der Vorteil einer telefonischen Bewerbung ist, dass Sie nicht in Konkurrenz zu mehreren MitbewerberInnen stehen, der Nachteil ist, dass Sie nur sehr schwer zu den Personalverantwortlichen durchdringen werden.
Ihr Ziel ist in jedem Fall ein Vorstellungsgespräch!
In den folgenden Fällen kann es sinnvoll sein, zum Telefonhörer zu greifen:
- Sie werden in einer Stellenanzeige zur telefonischen Kontaktaufnahme aufgefordert.
- Sie versuchen ohne vorhergehende schriftliche Bewerbung zu einem Vorstellungsgespräch zu kommen und damit den Bewerbungsprozess abzukürzen (aus Eigeninitiative oder auf Basis einer Stellenausschreibung)
- Sie wollen für Ihr Bewerbungsschreiben weitere Informationen über das Unternehmen einholen
- Sie erkundigen sich nach Versendung Ihrer Bewerbungsunterlagen über den Stand der Bewerbung. Dadurch zeigen Sie auch nochmals Ihr Interesse an der Stelle.
- Sie werden nach Ihrer schriftlichen oder Online Bewerbung vom/von der Personalverantwortlichen angerufen, um offene Fragen vor einer Einladung zum Vorstellungsgespräch zu klären.
- Sie informieren sich über die Gründe für eine etwaige Absage.
Einige wichtige Tipps zur telefonischen Bewerbung:
- Eruieren Sie im Vorfeld den Namen, Titel und die genaue Funktion Ihres Ansprechpartners/ihrer Ansprechpartnerin z. B. durch einen Anruf in der Telefonzentrale. Das erhöht Ihre Chancen auch tatsächlich zum/zur gewünschten GesprächspartnerIn durchzudringen.
- Bereiten Sie sich auf das Telefonat wie auf ein persönliches Vorstellungsgespräch vor. D. h. informieren Sie sich ausführlich über das Unternehmen, überlegen Sie sich Antworten auf knifflige Fragen (siehe Vorstellungsgespräch), überlegen Sie sich eine kurze aber aussagekräftige Selbstvorstellung.
- Ihr Vorteil wenn Sie anrufen: Sie können den für Sie optimalen Zeitpunkt bestimmen. Rufen Sie an, wenn Sie entspannt sind und sich sicher fühlen.
- Bereiten Sie eine schriftliche Checkliste als Gesprächsleitfaden vor, die alle Punkte enthält, die Sie im Telefonat klären wollen.
- Achten Sie beim Telefonat auf eine ruhige und störungsfreie Umgebung.
- Halten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bereit, falls bereits im Telefonat Fragen zu Ihrem Lebenslauf gestellt werden.
- Halten Sie sich immer Ihr Ziel vor Augen: Sie wollen einen Termin für ein persönliches Vorstellungsgespräch.
Online-Bewerbungen sind in Form eines E-Mails oder über vorgefertigte Bewerbungsformulare der Unternehmen möglich. In diesem Fall wird der Lebenslauf als Anlage beigefügt und man bietet an, etwaige Dokumente über den Postweg zuzusenden.
Bitte beachten Sie: Online-Bewerbungen werden immer beliebter und erreichen sehr rasch ihr Ziel. Oft werden sie aber genauso rasch per Mausklick abgelehnt.
- Sie können Ihre E-Mail Bewerbung genau so verfassen wie eine Bewerbung, die Sie per Post versenden.
- Verzichten Sie aber darauf Zeugnisse und andere Dokumente eingescannt beizuschließen. Das Öffnen (Herunterladen) solcher Dokumente dauert zu lange und der Empfänger verliert vielleicht das Interesse an Ihrer Bewerbung.
- Bieten Sie stattdessen an, etwaige Dokumente per Post nachzureichen oder zum Vorstellungsgespräch mitzubringen.
- Ihr Lebenslauf muss aber natürlich angeschlossen werden.
- Kein Massenversand: Wenn Sie Ihre Bewerbung an verschiedene Firmen senden, verschicken sie unbedingt jede für sich.
- Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Posteingang (mindestens täglich): Auf ein E-Mail bekommt man oft sehr rasch eine Antwort.
Im Bewerbungsbrief (= Anschreiben, Begleitschreiben) müssen Sie die Adressaten auf sich aufmerksam machen. Ziel ist es, kurz und prägnant zu erläutern,
- weshalb Sie sich für diese Stelle bei diesem Unternehmen bewerben.
- weshalb Sie die richtige Person für diese Stelle sind.
Das heißt, Sie müssen gut über das Unternehmen Bescheid wissen (z. B. durch Recherche im Internet) und Ihre Stärken und Qualifikationen in wenigen Sätzen darstellen können.
Der Bewerbungsbrief muss kurz sein (in der Regel eine Seite). Das verlangt deutliche Formulierungen und eine präzise Ausdrucksweise. Ein höflicher Umgangston versteht sich von selbst, Struktur und Form sollten die eines Geschäftsbriefes sein.
Briefkopf:
- Absender: Name, Adresse, Telefonnummer, evt. E-Mail
- Adressat: Anschrift (des Unternehmens), nach Möglichkeit eine Ansprechperson direkt anführen (evt. anrufen, an wen die Bewerbung zu richten ist)
- Ort und Datum
Betreff:
Worum geht es in dem Brief: Hier beziehen Sie sich auf die Stelle, für die Sie sich bewerben. Sie können sich z. B. auch auf das Inserat beziehen, durch das Sie auf die Stelle aufmerksam geworden sind.
Anrede:
Versuchen Sie Ihre/n AnsprechpartnerIn vorab zu ermitteln und richten Sie das Schreiben persönlich an sie/ihn.
Sehr geehrter Herr ...,
Sehr geehrte Frau …,
Achten Sie auf die korrekte Schreibweise von Titeln.
Brieftext:
Warum bewerben Sie sich um diese Stelle? Evt. auf Inserate oder vorangegangene Telefonate Bezug nehmen. Zeigen Sie Interesse!
Warum sind Sie für die Stelle besonders gut geeignet? Wodurch erfüllen Sie die Anforderungen? – Hier können Sie auch etwaige Erfahrungen in diesem Bereich einfließen lassen.
Was erwarten Sie sich? Wie soll es weitergehen? Ersuchen Sie um einen Termin für ein persönliches Gespräch.
Grußformel:
Mit freundlichen Grüßen, Name, Unterschrift
Beilage(n):
Hinweis auf die Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Bewerbungsmappe etc.)
- Verfassen Sie den Bewerbungsbrief mit dem Computer.
- Wählen Sie eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman).
- Wechseln Sie die Schriftart nicht.
- Die Schriftgröße sollte gut lesbar aber auch nicht zu groß sein (ca. 10 bis 12 pt).
- Verwenden Sie weißes Papier.
- Verzichten Sie auf grafische Gestaltungselemente wie Verzierungen oder viele unterschiedliche Farben.
Beispiel Bewerbungsbrief 
Auch beim Lebenslauf sind prägnante Formulierungen wichtig und eine übersichtliche Struktur erleichtert das Verstehen. Lücken im Lebenslauf sollten unbedingt vermieden werden. Ehrlichkeit ist Voraussetzung, Erklärungen und Rechtfertigungen hingegen langweilen und hinterlassen einen schlechten Eindruck.
Lebensläufe können in verschiedenen Gestaltungsformen abgefasst werden. Vielleicht finden Sie auf der Website des Unternehmens bei dem Sie sich bewerben wollen einen Hinweis, welche Form gewünscht ist.
In jedem Fall sollten folgende Angaben enthalten sein:
- Foto (Passfoto, kein Freizeitfoto!)
- vollständiger Name, etwaige akademische Titel, Adresse, Telefonnummer, E-Mail (bei mehreren Telefonnummern am besten untereinander)
- Geburtsdatum, Geburtsort
- Familienstand
- Staatsbürgerschaft
- Bildungsweg: Schulbildung, Berufsausbildung, Weiterbildung – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
- Berufserfahrung (Wo und was haben Sie schon gearbeitet?) – tabellarisch in zeitlicher Reihenfolge
- besondere Kenntnisse und Qualifikationen (Fremdsprachen, EDV) – immer darauf achten, dass diese auch für die betreffende Stelle relevant sind
- besondere Interessen (Hobbys) – wenn diese für eine positive Bewertung Ihrer Person hilfreich sind
- Datum, Ort (immer auf aktuelles Datum achten)
- Unterschrift
Beim Bildungsweg und bei der Berufserfahrung wird es immer üblicher, die letzte Ausbildung, die letzte berufliche Tätigkeit zuerst zu nennen (in umgekehrter zeitlicher Abfolge, das Aktuellste zuerst).
WICHTIG: Für zukünftige ArbeitgeberInnen ist der Werdegang der BewerberInnen ein entscheidendes Auswahlkriterium. Er sollte möglichst keine Lücken aufweisen. Größere Lücken zwischen zwei Berufstätigkeiten können z. B. mit Umschulungen, Weiterbildung, beruflicher Neuorientierung, familiären Pflichten (Kinderbetreuung) etc. geschlossen werden. Bleiben Sie aber immer bei der Wahrheit. Versuchen Sie auf keinen Fall etwaige Lücken (z. B. auf Grund von Arbeitslosigkeit) zu verheimlichen.
- Achten Sie auf die äußere Form: sauberes Papier, korrekte Rechtschreibung – Sie zeigen damit, dass Sie sorgfältig und genau arbeiten.
- Wenn nicht ausdrücklich handschriftlich verlangt, mit Computer schreiben.
- Wenn nicht anders verlangt, wird der Lebenslauf in tabellarischer Form verfasst.
- Verwenden Sie weißes Papier.
- Verzichten Sie auf grafische Gestaltungselemente (Verzierungen) und viele unterschiedliche Farben.
- Verwenden Sie eine gebräuchliche Schriftart (z. B. Arial, Times New Roman) und eine gut lesbare Schriftgröße (ca. 10 bis 12 pt).
- Vermeiden Sie Unwichtiges und halten Sie sich kurz, gehen Sie vor allem ausführlich auf berufliche Erfahrungen, Schnuppertage, Praktika und andere relevante Zusatzqualifikationen ein.
- Weisen Sie auf Fremdsprachenkenntnisse und Auslandsaufenthalte hin.
- Wenn der Lebenslauf mehrere Seiten hat (nach Möglichkeit nicht mehr als drei), sollte auf jeder Seite als Kopf- oder Fußzeile Ihr vollständiger Name und eine Seitennummer stehen.
- Wenn in der Stellenausschreibung bestimmte Qualifikationen gefordert sind, sollten Sie diese in Ihrem Lebenslauf ausdrücklich nachweisen und anführen.
- Ihren Lebenslauf werden Sie wahrscheinlich öfters verwenden. Aktualisieren Sie ihn regelmäßig und achten Sie immer auf ein aktuelles Datum.
Der im Beispiel dargestellte Lebenslauf wird als chronologischer Lebenslauf bezeichnet und ist in Österreich die gebräuchlichste Form. Im Bestreben, die Form der Lebensläufe europaweit zu vereinheitlichen und damit besser vergleichbar zu machen, gewinnt auch der Europäische Lebenslauf an Bedeutung. Ausführliche Informationen zum Europäischen Lebenslauf und zur EuroPASS Berufsausbildung finden Sie unter http://www.europass.at.
Beispiel Lebenslauf  Wird vom Unternehmen gefordert, dass Sie Zeugnisse, Bestätigungen oder ähnliches vorlegen, empfiehlt es sich, alle Dokumente in einer Mappe zu ordnen.
Reihenfolge von oben nach unten:
- Deckblatt
- Bewerbungsbrief
- Lebenslauf
- Kopien von Zeugnissen, Arbeitsbestätigungen, Bescheinigungen über absolvierte Seminare und Zusatzqualifikationen (z. B. Fremdsprachenzertifikate)
Tipp: Auch die Mappe muss sauber und ansehnlich gestaltet sein! Vermeiden Sie alles, was die Ordnung kompliziert macht (z. B. Klarsichthüllen). Verschicken Sie Ihre Dokumente nur in Kopie, niemals im Original!
Bewerbungsprofis beginnen die Mappe mit einem Deckblatt auf dem ein Foto, der vollständige Name, die Adresse, Telefonnummer und E-Mail angegeben sind.
Ihre Bewerbung ist abgeschickt und im Idealfall haben Sie bereits einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Wenn Sie vom Unternehmen nichts hören, können Sie nach ca. zwei Wochen telefonisch nachfragen, wie der Stand der BewerberInnenauswahl ist. Wenn Sie auf später vertröstet werden, fragen Sie nach, wann Sie sich wieder melden können.
Noch ein wichtiger Punkt:
Nervosität vor und bei Bewerbungsgesprächen ist völlig natürlich und verständlich. Schließlich geht es um Ihre Zukunft. Versuchen Sie auf keinen Fall Ihre Nervosität durch übertriebene Coolness zu überspielen, das wirkt sehr leicht überheblich. Ein/e gute/r InterviewerIn wird für eine entspannte Atmosphäre sorgen und Ihnen damit die Nervosität nehmen.
Der erste persönliche Auftritt ist entscheidend und muss entsprechend gut vorbereitet werden. Körpersprache, Kleidung und Styling geben Auskunft über Ihre Persönlichkeit und Ihr Selbstbewusstsein. Pünktlichkeit ist selbstverständlich.
Bereiten Sie sich eingehend auf das Gespräch vor.
Der/die ArbeitgeberIn möchte durch das Bewerbungsgespräch
- einen persönlichen Eindruck von Ihnen gewinnen.
- Ihre Erwartungen und Zielvorstellungen kennen lernen.
- Ihre mündlichen Aussagen mit den schriftlichen Daten in den Bewerbungsunterlagen vergleichen.
- offene Punkte klären (z. B. Tätigkeiten im Unternehmen, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellungen, usw.).
Sie verfügen über bestimmte Fähigkeiten und sind stolz darauf. Dieses gesunde Selbstbewusstsein sollten Sie auch mit einer entsprechenden Körperhaltung ausdrücken. Gehen Sie aufrecht, schauen Sie ihren GesprächspartnerInnen gerade in die Augen (vermeiden Sie aber zu starren). Nervöses Herumrutschen oder Blicke zur Uhr sagen Ihrem Gegenüber, dass Sie andere, wichtigere Dinge im Kopf haben, als diesen Job zu bekommen. Achten Sie auf eine entspannte Körperhaltung. Verschränkte Arme signalisieren mangelnde Offenheit.
Tipp: Durchatmen und immer locker bleiben!
Die Art, wie man sich präsentiert, entscheidet schnell über Sympathie oder Abneigung. Noch vor dem ersten Wort hat unser Anblick, unser Eindruck, im Gegenüber bereits die ersten ‚Vor-Urteile’ hinterlassen. Deshalb ist es wichtig, gepflegt (z. B. saubere Fingernägel) und natürlich aufzutreten und nicht übertrieben gestylt.
Für die Kleidung gilt: dezente Farben und schlichter Stil. Besser saubere Jeans mit Hemd/Bluse kombinieren als ein schrilles T-Shirt mit witzigem Aufdruck. Miniröcke und nabelfreie Shirts sollte man der Freizeit vorbehalten. Fast genauso unvorteilhaft ist es, in der Eleganz zu übertreiben: Anzug mit Weste und Krawatte oder ein Seidenkostüm wirken oft verkleidet.
Achten Sie auch auf saubere Schuhe.
Tipps:
- Orientieren Sie sich bei Ihrer Kleidung und Ihrem Styling an der alltäglichen Berufskleidung des Jobs, für den Sie sich bewerben.
- Auf jeden Fall sollen Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Das erleichtert es Ihnen selbstbewusst und offen aufzutreten.
- Informieren Sie sich gründlich über das Unternehmen. Das ermöglicht Ihnen, während des Gespräches intelligente Fragen zum Unternehmen zu stellen und so Interesse zu signalisieren. Möglichkeiten dazu haben Sie vor allem auf der Unternehmenswebsite, aber vielleicht auch in Zeitungen und über Bekannte, die im Unternehmen arbeiten. >> Checkliste

- Planen Sie den Weg zum Vorstellungsgespräch. Planen Sie für alle Eventualitäten genügend Pufferzeit ein, damit Sie auf jeden Fall pünktlich sind.
- Überlegen Sie sich mögliche Antworten auf besonders knifflige Fragen, z. B. nach Ihren Gehaltsvorstellungen, Stärken und Schwächen, warum Sie gerade in diesem Unternehmen arbeiten möchten, usw. >>
Interviewfragen

- Nehmen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inklusive aller wichtigen Dokumente mit.
- Üben Sie das Gespräch zu Hause vor dem Spiegel oder mit Freunden. Aber lernen Sie keine Antworten auswendig. Auswendig gelernte Antworten werden leicht als solche erkannt und hinterlassen einen schlechten Eindruck!
- Vergessen Sie nicht auf Selbstverständlichkeiten, wie GesprächspartnerInnen zu begrüßen, oder sich nach dem Gespräch zu bedanken und zu verabschieden.
- Geben Sie zur Begrüßung und Verabschiedung den GesprächspartnerInnen die Hand.
- Stellen Sie auf jeden Fall auch selbst Fragen zum Unternehmen und zur Tätigkeit. Damit zeigen Sie sich interessiert und motiviert.
- Denken Sie daran: Nicht nur die InterviewpartnerInnen wollen herausfinden, ob Sie geeignet für das Unternehmen sind, auch Sie wollen herausfinden, ob das Unternehmen und der Job für Sie das Richtige sind.
- Achten Sie auf Ihre Körpersprache
- Achten Sie auf ein sauberes und gepflegtes Äußeres.
- Seien Sie freundlich, damit sorgen Sie für ein angenehmes Gesprächsklima.
- Seien Sie auch zu allen MitarbeiterInnen, die Ihnen im Unternehmen begegnen freundlich und grüßen Sie, insbesondere die Personen, die Sie empfangen.
- Ihr Verhalten gegenüber den MitarbeiterInnen wird vielleicht beobachtet und könnte bei einer Gesamtbeurteilung berücksichtigt werden.
- Die MitarbeiterInnen könnten schon bald Ihre KollegInnen oder Vorgesetzten sein.
- Merken Sie sich die Namen der GesprächspartnerInnen und sprechen Sie sie mit Nachnamen und Titel an (außer Sie werden aufgefordert, die Titel wegzulassen).
- Verwenden Sie einen Notizblock und Stift und notieren Sie wichtige Aussagen Ihrer GesprächspartnerInnen. Damit signalisieren Sie echtes Interesse und beschäftigen gleichzeitig Ihre Hände während des Gesprächs. Klopfen Sie aber nicht mit dem Stift auf den Tisch.
- Schauen Sie während des Gesprächs nicht auf die Uhr oder im Raum herum, dass wirkt unkonzentriert. Konzentrieren Sie sich auf die GesprächspartnerInnen.
- Lassen Sie sich nicht zu persönlichen Aussagen über Politik, Gesellschaft, soziale Fragen etc. verleiten. Gleichzeitig sollten Sie sich aber über das Zeitgeschehen gut informiert zeigen.
- Stellen Sie Ihre Stärken in den Vordergrund. Achten Sie dabei immer auf den Bezug zur Stelle, für die Sie sich bewerben. Überlegen Sie sich schon vorher, warum diese Stärken für den gewünschten Job wichtig sind.
- Sie sollten Ihre Stärken begründen können. Wo haben sich diese Stärken in Ihren bisherigen Tätigkeiten gezeigt (in der Schule, in der Freizeit, in Ihrem bisherigen Berufsleben)? Ein paar Beispiele:
- Teamfähigkeit durch aktive Vereinstätigkeiten
- Organisationstalent – Schulball (mit)organisiert
- Einsatzbereitschaft/Engagement durch Teilnahme an Wettbewerben
- Übertreiben Sie nicht!
- Ein E-Mail nach dem Gespräch, in dem Sie sich nochmals bedanken, hinterlässt einen guten Eindruck und sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit.
- Besonders für Eltern gilt: Eltern habe eine wichtige unterstützende Funktion im gesamten Bewerbungsprozess. Der Kontakt zu den Unternehmen sollte aber IMMER von den Jugendlichen selbst ausgehen. Auch wenn es gut gemeint ist, beim Bewerbungsgespräch haben Eltern nichts verloren.
Wahrscheinlich werden Sie an mehrere Unternehmen Bewerbungsunterlagen versenden. Es ist wichtig, bei einer Absage nicht gleich den Kopf hängen zu lassen und aufzugeben, sondern möglichst gut organisiert an die weitere Bewerbungsarbeit heranzugehen. Als sehr hilfreich haben sich dabei Checklisten erwiesen, die einen Überblick über den Stand der Bewerbungen geben. >> Checkliste  Meistens sind Sie eine/r von vielen BewerberInnen für Ihren Wunschjob. D. h. Sie werden auch immer wieder Absagen erhalten. Nehmen Sie diese nicht zu persönlich, versuchen Sie aber aus den Absagen zu lernen und Ihre Bewerbungsunterlagen und Ihren Auftritt zu verbessern.
Auch wenn Sie häufiger gar keine Antwort auf Ihre Bewerbung erhalten, sollten Sie Ihre Vorgangsweise und Ihre Unterlagen genau überprüfen.
Das Wichtigste ist: Lassen Sie sich nicht entmutigen. Selbstverständlich können Sie enttäuscht sein, vielleicht sogar zornig. Wenn die Batterien leer sind, gönnen Sie sich vielleicht auch einmal eine kurze Pause. Dann heißt es aber mit neuem Schwung in die nächst Runde.
- Fragen Sie den/die AnsprechpartnerIn von dem/der Sie die Absage erhalten, warum Ihre Bewerbung abgelehnt wurde.
- Gehen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen durch und suchen Sie nach möglichen Schwachstellen:
- Sind die Bewerbungsunterlagen fehlerfrei?
- Sind alle erforderlichen Inhalte vorhanden?
- Ist die Bewerbung auf die jeweilige Stelle abgestimmt?
- Haben Sie überzeugend begründet, warum Sie gerade in diesem Betrieb arbeiten möchten?
- usw.
- Bitten Sie auch Freunde, Bekannte und Eltern Ihre Bewerbungsunterlagen kritisch zu überprüfen.
- Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen? Waren Sie sehr nervös? Gab es Fragen Ihres Gesprächspartners, die Sie nicht zufrieden stellend beantworten konnten?
- Hatten Sie genügend Informationen über das Unternehmen und die freie Stelle?
- Wurden in der Stellenausschreibung unbedingte Voraussetzungen genannt, die Sie nicht erfüllen?
- Überprüfen Sie, ob es alternative Berufe oder Ausbildungsmöglichkeiten in Ihrem Wunschbereich gibt, die Ihren Interessen entsprechen. Oft gibt es weniger bekannte Berufe in einem Bereich, die genauso interessant sind, für die es aber weniger MitbewerberInnen gibt.
- Sollten Ihre Bemühungen weiterhin erfolglos sein, kann Ihnen vielleicht ein professionelles Bewerbungstraining helfen.
- Inzwischen gibt es auch zahlreiche Angebote für Bewerbungscoaching, d. h. professionelle, persönliche Unterstützung im Bewerbungsprozess durch BeraterInnen.
- www.ams.at
Das Arbeitsmarktservice AMS vermittelt nicht nur freie Stellen, sondern bietet auch umfassende Beratungen, Schulungen und Bewerbungstipps.
Es gibt in allen Bundesländern Geschäftsstellen des AMS.
- www.wifi.at
Beim Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI kann man sich weiterbilden und umfassend beraten lassen. Das WIFI ist in allen Bundesländern vertreten. Die Internetseite bietet eine Menge Links zu den Themen Beratung und Bewerbung.
- Gute Informationen findet man auch in den Karriereseiten der verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, z. B.
- www.bewerben.at
Bewerbungsinfos des bfi-Berufsförderungsinstitutes: Online-Beratung, Bewerbungsquiz und Diskussionsforum zum Erfahrungsaustausch
- www.bewerbung-um-eine-ausbildungsstelle.de Bewerbungstipps für Jungendliche, die einen Ausbildungsbetrieb suchen (Deutsche Bundesagentur für Arbeit). Ist zwar eine deutsche Seite, lässt sich aber gut auf Österreich umlegen.
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