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Tipps zur BerufswahlDie Tipps zur Berufswahl sind in zehn Stationen aufgebaut. Sie finden hier Anregungen und Hinweise, die Ihnen bei Ihrer Berufswahl helfen. Weitere Unterstützung bei Ihrer Entscheidungsfindung bekommen Sie in den Berufsinformationszentren der Wirtschaftskammern Österreichs
Für die Wahl eines Berufes oder Berufsbereiches oder eines Bildungsweges ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Wünsche, Interessen und Fähigkeiten genau kennen. Dazu sollten Sie möglichst viele Informationen über die Berufswelt sammeln. Eine Entscheidung sollten Sie erst nach einer Beratung oder Testung treffen. Ich werde Mechanikerin! Ich werde Friseur! Oder sollte ich lieber Web Designerin, Medizintechniker oder Biotechnologin werden? Im BIC finden Sie mehr als 1.500 Berufe, davon ca. 240 Lehrberufe! Es gibt aber auch viele Tätigkeitsbereiche, bei denen nicht mehr ganz klar ist, welcher Beruf eigentlich dahinter steckt. Was macht ein/e ManagerIn genau? Was ist ein/e ZerspanungstechnikerIn? Was macht ein/e ChemielabortechnikerIn? Ich beschäftige mich gerne mit dem Internet. Welche Berufe gibt es in diesem Bereich? Besonders im Dienstleistungssektor und im technischen Bereich entstehen laufend neue Tätigkeiten und Aufgabengebiete und traditionelle Berufsbezeichnungen lösen sich auf. Legen Sie sich deshalb nicht zu sehr auf einen einzigen Beruf fest. Überlegen Sie sich, in welchen Bereichen Sie gerne arbeiten möchten, welche Tätigkeiten Sie interessieren. Damit halten Sie sich mehrere Möglichkeiten offen. Und denken Sie immer daran: eine Berufswahl ist heute nichts Endgültiges mehr! Sich neu zu orientieren, den bisherigen Werdegang neuen Herausforderungen an zu passen, wird in unserer schnelllebigen Zeit immer wichtiger. Bei der ersten Berufswahl geht es daher nicht um die „große Lebensentscheidung“, sondern vor allem darum, einen guten Start für sich zu wählen. Ihr beruflicher Bildungsweg beginnt mit der Entscheidung nach der Pflichtschule:
Für Ihre berufliche Erstausbildung gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten:
Danach sind weitere Ausbildungen an Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen und Kollegs möglich. Voraussetzung dafür ist im Normalfall eine Matura, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung. Und: Selbst wenn Sie mitten im Berufsleben stehen, ist laufende Weiterbildung immer sinnvoll und notwendig (z. B. mit Seminaren, Kursen oder Lehrgängen). Details zum österreichischen Bildungssystem
Wo liegen meine Interessen, Neigungen, Wünsche und Träume?
Eine gute Möglichkeit an diese Fragen heranzugehen ist ein Brainstorming:
Die Umsetzbarkeit Ihrer Ideen überlegen Sie sich erst später. Schreiben Sie sich Ihre Überlegungen auf jeden Fall auf. Das hilft Ihnen, Ihre Ideen im Auge zu behalten und zu ordnen. Sie können Ihre Gedanken beim späteren Lesen immer wieder ergänzen oder auch streichen. Diese drei Fragen helfen Ihnen, sich über Ihre Interessen und Wünsche Klarheit zu verschaffen. Um auf eigene Ideen zu kommen, braucht man manchmal ein paar Anregungen. Unter "Warm up" finden Sie deshalb eine Auflistung möglicher Interessen, Wünsche, usw.:
Und noch eins: Oft ist es gar nicht so einfach zu wissen und zu entscheiden, was genau man will. Vielen Menschen fällt es leichter zu entscheiden, was sie nicht wollen. Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie sich auch das überlegen und aufschreiben.
Was motiviert mich? Welche Tätigkeiten, welche Materialien, welche Kontakte, welche Arbeitsstätten interessieren mich? Wieder ein paar Fragen, die Ihnen bei Ihren Überlegungen helfen. Zu jeder Frage finden Sie wieder viele Beispiele als Anregung für Ihre eigenen Ideen.
Viele Menschen üben ihre Berufe in Büros, Geschäften, Fabriken, Werkstätten, Schulen oder in Krankenhäusern aus. Viele arbeiten an Schreibtischen oder im Stehen, einige sind viel unterwegs, andere arbeiten in lauten Umgebungen und manche ständig im Freien. Die einen sind tagsüber beschäftigt, die anderen auch nachts und am Wochenende oder nur zu bestimmten Jahreszeiten (Saisonarbeit).
Denken Sie dabei auch an die Menschen in Ihrer eigenen Umgebung, die einen Beruf ausüben: Welche Tätigkeiten machen diese? Womit, wo, wie und wann arbeiten sie?
Wo liegen meine ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten? Was kann ich gut? Was habe ich bisher bereits erfolgreich gemacht? Jeder Mensch hat besondere Fähigkeiten, die seine persönlichen Stärken ausmachen. Es ist nur oft nicht ganz einfach, die eigenen Stärken festzustellen. Daher haben wir wieder ein paar Aussagen formuliert, die Sie bei Ihren Überlegungen unterstützen. Hier ein Arbeitsblatt, das Ihnen hilft Ihre Überlegungen zu sammeln. >> Arbeitsblatt
Sie sollten Ihre eigene Einschätzung Ihrer Fähigkeiten und Begabungen auch mit der Einschätzung anderer vergleichen. Fragen Sie dazu auch Ihre Eltern, Freunde oder LehrerInnen. Bei einem solchen Vergleich kann Ihnen die Interessen/Eignungs-Checkliste helfen. Unter "Warm up" finden Sie wieder eine Auflistung vieler Fähigkeiten und Begabungen.
Wenn Sie sich in manchen Dingen nicht sicher sind, können Sie in den Berufsinformationszentren der Wirtschaftskammern Österreichs
Sie kennen sich jetzt ein ganzes Stück besser! Damit sind Sie auch in Ihrer Berufswahl einen großen Schritt weiter. Was Ihnen noch fehlt, ist das nötige Wissen über die Möglichkeiten in der Berufswelt. Vorher aber noch ein kurzer Zwischenstopp! Nehmen Sie sich nochmals alle gemachten Notizen zur Hand und gehen Sie – am besten gemeinsam mit Ihren Eltern oder Freunden – nochmals durch. Lesen Sie Ihre Notizen aufmerksam durch, versuchen Sie die Gedanken zu ordnen und zusammenzufassen. Ergänzen Sie Ideen, die Ihnen erst jetzt einfallen und streichen Sie Punkte, die Ihnen nicht mehr wichtig erscheinen. Versuchen Sie Ihre Arbeitsblätter zu ordnen und zusammenzufassen. Sie können Ihnen z. B. bei einem Beratungsgespräch im Berufsinformationszentrum der Wirtschaftskammer
Um eine Entscheidung über Ihren künftigen Beruf und Ihre weitere Ausbildung treffen zu können, ist es gut, wenn Sie so viele Informationen wie möglich über die Berufswelt sammeln. Welche Berufe gibt es und was steckt hinter den Berufsbezeichnungen? Viele Berufsnamen sagen wenig darüber aus, was in dem einzelnen Beruf wirklich getan wird. Um über Ihren künftigen Traumberuf wirklich gut Bescheid zu wissen, ist es ratsam, sich mit folgenden Fragen zu beschäftigen:
Tipps
Im BIC finden Sie über 1.500 Berufe mit ausführlichen Beschreibungen und Informationen über die Aus- und Weiterbildung zu diesen Berufen. Das Interessenprofil im BIC ist eine gute Möglichkeit, um eine Auswahl an Berufsgruppen zu erhalten, für die Sie sich besonders interessieren. Alle 1.500 Berufe können auch jederzeit über eine alphabetische Liste, über Berufsgruppen, Arbeitsfelder und Bildungswege erforscht werden. Erforschen heißt, die Berufsbilder durchlesen, zu den Anforderungen surfen. Einen Blick in die Ausbildungswege werfen, sich die Alternativen auflisten lassen und nachlesen, was es zum Thema Weiterbildung gibt. Informationen und Adressen zu den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie auch direkt über die Menüpunkte Bildungswege und Aus- und Weiterbildung.
Nicht jeder Beruf, der Ihnen attraktiv erscheint, passt auch zu Ihnen. Jetzt wird es Zeit, Ihre Wünsche und Interessen, Ihre Eigenschaften und Fähigkeiten mit den gesammelten Informationen über die Berufswelt unter einen Hut zu bringen. Ein Vergleich Ihrer Interessen, Fähigkeiten und Eigenschaften mit den Anforderungen der Berufe hilft den Wunschberuf (oder den Wunschberufsbereich) zu konkretisieren. Überlegen Sie dabei noch einmal: Welche Ergebnisse haben Ihre eigenen Überlegungen gebracht? Welche Vorschläge haben die Berufs- und BildungsberaterInnen gemacht? Was sagen Eltern und Freunde dazu? Wie sind das Interessenprofil und eventuelle Eignungsverfahren ausgefallen? Dazu kommt noch eine Reihe von Einflussfaktoren, die Sie auch beachten sollten:
Welcher Beruf bzw. welche Berufsgruppe interessiert mich sonst noch? Ist diese Alternative realistisch? Vielleicht ist ja ein anderer Beruf aus der gewählten Berufsgruppe der Richtige? Gibt es verwandte Berufe? Es ist prinzipiell ratsam, dass Sie sich Alternativen zu Ihrem Wunschberuf oder Ihrer gewünschten Ausbildung überlegen. Nicht immer kann der Wunschberuf erreicht bzw. erlernt werden, weil es z. B. keine freie Lehrstelle gibt, Ausbildungsstellen für Sie schwer erreichbar sind, Sie notwendige Voraussetzungen nicht erfüllen usw. Viele Berufe heißen unterschiedlich, haben aber ganz ähnliche Inhalte. Viele Berufe sind eng miteinander verwandt. Diese können Ihre ersten Alternativen sein. Auch im BIC finden Sie bei den Beschreibungen der Berufe immer auch alternative (ähnliche oder verwandte) Berufe. >> Beispiel
Auch Ihr Traumberuf (Ihre Traumberufe) besteht (bestehen) nicht nur aus Vorteilen und aus Tätigkeiten, die Sie gerne machen und die zu 100 Prozent zu Ihnen passen. In jedem Beruf müssen auch Arbeiten erledigt werden, die weniger Spaß machen. Nicht immer ist die passende Schule oder der Ausbildungsplatz für Ihren Wunschberuf in unmittelbarer Nähe. Wie weit sind Sie bereit, für einen guten Ausbildungsplatz von zu Hause weg zugehen? Welche Fahrzeiten akzeptieren Sie? Überlege Sie auch die Nachteile Ihres Wunschberufes und ob Sie bereit sind, diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Um sich über diese Punkte klar zu werden, können Sie nochmals den Berufserkundungsbogen als Hilfe heranziehen. >> ArbeitsblattNach all diesen Überlegungen können Sie eine gute, fundierte Berufswahl treffen. Wie Sie sehen, ist die Berufswahl ein langer Prozess, in dem Sie sehr viel über sich selbst und über die Berufswelt in Erfahrung bringen. Wir raten Ihnen, so früh wie möglich mit dem Sammeln von Ideen und Informationen zu beginnen und sich für diesen Entscheidungsprozess viel Zeit zu lassen. Nehmen Sie auch die bestehenden Beratungsangebote in Anspruch.
Sie wissen jetzt, in welchem Beruf oder Berufsbereich Sie arbeiten wollen – Wie geht es weiter? Wie kommen Sie zu Ihrer Anstellung, zu einem Ausbildungsplatz oder zu einem Schulplatz? Um auch tatsächlich einen Ausbildungsplatz oder einen Schulplatz zu bekommen, sollten Sie immer mehrere Möglichkeiten in Betracht ziehen und die Alternativen im Auge behalten. Der nächste Schritt besteht darin, konkrete Erkundigungen über die Aufnahmekriterien (z. B. Altersgrenzen, Zeugnisse, ...), etwaige Aufnahmeprüfungen, Eignungstests, Aufnahmegespräche und Anmeldefristen der in Frage kommenden Schulen und Ausbildungsstätten einzuholen. Viele Informationen dazu finden Sie im BIC in den Menüpunkten Bildungswege und Aus- und Weiterbildung. Dort finden Sie auch die Adressen der verschiedenen Schulen und Ausbildungsstätten. Bei der Lehrstellensuche, können Sie z. B. bei der Lehrstellenbörse
Erfüllen Sie alle erforderlichen Kriterien und haben Sie Adressen möglicher Ausbildungsbetriebe oder Schulen, können Sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben bzw. an der Schule anmelden. Es ist also Zeit die Bewerbungsunterlagen zusammenstellen und sich auf das Bewerbungsverfahren vorzubereiten. Dabei gilt: Nie das Ziel aus den Augen verlieren! Was will ich? – Ist das auch wirklich mein Wunschberuf? Viel Erfolg bei der Berufwahl! |







