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Thema Lehre & Matura

(Lehre & Matura = Berufsreifeprüfung = Berufsmatura)

Lehre und Matura ermöglicht Ihnen, einen Lehrberuf zu erlernen und gleichzeitig die Matura zu machen. Damit ist Lehre & Matura (die gesetzliche Bezeichnung lautet Berufsreifeprüfung) eine echte Alternative zu einer rein schulischen Ausbildung.

Lehre & Matura ist ein besonderes Modell im Rahmen der Berufsreifeprüfung. Die Berufsreifeprüfung steht aber nicht nur Lehrlingen offen, sondern auch AbsolventInnen anderer Ausbildungen (siehe: Wer darf die Berufsreifeprüfung machen?)

Lehre und Matura ermöglicht Ihnen, schon früh das eigene Geld zu verdienen. Es heißt auch, je nach Lehrzeit schon drei bis vier Jahre lang Beiträge zur Pensions- und Sozialversicherung geleistet zu haben, was sich langfristig positiv auswirkt.

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangen Sie die Berufsreifeprüfung (auch Berufsmatura genannt). Diese öffnet Ihnen den Zugang zu Universitäten, Fachhochschulen, Kollegs usw. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Aufgrund ihrer fundierten Ausbildung während der Lehre verfügen die Absolventinnen und Absolventen der „Berufsmatura“ über die Fähigkeit praktische Erfahrungen mit theoretischem Wissen zu verknüpfen. Dieser Weg erfordert allerdings ein hohes Maß an Lernbereitschaft und Durchhaltevermögen.


Wer darf die Berufsreifeprüfung machen?

Die Berufsreifeprüfung ist nicht nur für Lehrlinge vorgesehen. Zur Berufsmatura können Sie antreten, wenn Sie eine der folgenden Prüfungen bzw. Ausbildungen erfolgreich bestanden/abgeschlossen haben:

  • Lehrabschlussprüfung
  • Land- und forstwirtschaftliche FacharbeiterInnenprüfung
  • mindestens dreijährige mittlere Schule (z. B. Handelsschule)
  • Krankenpflegeschule oder Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
  • mindestens 30 Monate dauernde Schule für den medizinisch-technischen Fachdienst
  • Meisterprüfung laut Gewerbeordnung
  • Befähigungsprüfung laut Gewerbeordnung
  • Land- und forstwirtschaftliche Meisterprüfung
  • erfolgreicher Abschluss des III. Jahrganges einer berufsbildenden höheren Schule, der 3. Klasse einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung oder des 4. Semesters einer als Schule für Berufstätige geführten Sonderform der genannten Schularten
  • Personen, mit Dienstprüfung bzw. Grundausbildung gem. Beamtendienstgesetz oder Vertragsbedienstetengesetz in den Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppen A4, D, E2b, W2, M BUO 2, d oder in der Bewertungsgruppe v4/2 jeweils in Verbindung mit einer mindestens dreijährigen Dienstzeit nach dem 18. Lebensjahr (insb. Berufs-Unteroffiziere)

Wo wird die Berufsreifeprüfung abgelegt?

Die einzelnen Teilprüfungen können Sie an einer höheren Schule (AHS, HAK, HTL, HLW usw.) oder an einer anerkannten Erwachsenenbildungseinrichtung (z. B. WIFI, bfi) ablegen. Mindestens eine Prüfung müssen Sie an einer höheren Schule ablegen.


Wer bietet Vorbereitungskurse an?

Vorbereitungskurse können von Einrichtungen der allgemeinen und berufsorientierten Erwachsenenbildung (z. B. WIFI, bfi, Volkshochschulen (Adressen & Links!) oder von weiterführenden Schulen (Berufsschulen und höheren Schulen) angeboten werden.

Im Modell "Lehre & Matura" übernimmt seit September 2008 der Bund durch eine Förderung der Bildungseinrichtungen die Kosten für die Maturavorbereitung und die Prüfung. D. h. die Kurse und Prüfungen sind für die Jugendlichen (Lehrlinge) kostenfrei..


Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin. Die Reihenfolge der Prüfungen können Sie selbst wählen. Lehrlinge können drei der vier Teilprüfungen bereits während der Lehre ablegen (nicht aber die Fachbereichsprüfung; bei 4jährigen Lehrberufen kann diese gemeinsam mit der Lehrabschlussprüfung abgelegt werden). Zur letzten Teilprüfung kann man nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Erfolgt der Besuch der Vorbereitungskurse auf die Berufsreifeprüfung während der Lehrzeit, kann die Lehrzeit im Ausmaß des zusätzlichen (Berufs-)Schulbesuches verlängert werden (in der Regel um ein halbes Jahr). Eine Verlängerung ist jedoch für den Besuch eines Vorbereitungslehrganges nicht zwingend. Es sind auch Alternativangebote, die außerhalb der Arbeitszeit liegen, von den Trägerorganisationen vorgesehen.


Mehr Infos zur Berufsmatura
Häufig gestellte Fragen
WICHTIGER HINWEIS: In den einzelnen Bundesländern bestehen unterschiedliche Modelle, wie die Berufsreifeprüfung bzw. die Vorbereitung darauf konkret abgewickelt wird. Informationen darüber erhalten Sie in der Lehrlingsstelle ihres Bundeslandes, in den Berufsschulen usw. In jedem Bundesland wurde eine Koordinationsstelle eingerichtet, die auch über die Anmeldeabwicklung, Kursmöglichkeiten und Standorte usw. informiert.
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