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Berufsbeschreibung

AnimateurIn/FreizeitbetreuerIn

Animateure/Animateurinnen betreuen Urlaubsgäste bei der Freizeitgestaltung. Sie geben vielseitige Anregungen zu sportlichen, handwerklichen und kreativen Tätigkeiten, planen und organisieren Kurse, Veranstaltungen, Wettbewerbe und Spiele, an denen sie auch selbst aktiv teilnehmen. Sie bringen Personen mit ähnlichen Interessen zusammen und helfen, anfängliche Kontaktschwierigkeiten durch gemeinsame Aktivitäten zu überwinden. Sie sind daran gewöhnt, im Freien zu arbeiten. Animateure/Animateurinnen arbeiten meist freiberuflich für ReiseveranstalterInnen oder als Angestellte in  Fitness- und Wellnesshotels. Hierbei haben sie auch Kontakt zu den ReiseveranstalterInnen und zu den Hotelangestellten.

Was für die Urlauber ein vergnüglicher, abwechslungsreicher Ferienaufenthalt ist, bedeutet für Animateure/Animateurinnen eine anspruchsvolle und umfassende Berufstätigkeit. Sie umfasst unter anderem die Organisation von Spielen und Wettbewerben, von Mal- und Bastelkursen und die Erstellung eines Freizeitangebotes für Urlaubsgäste. Noch gibt es in Österreich keine geregelte berufliche Ausbildung für AnimateurInnen, doch bieten verschiedene Bildungsinstitutionen Kurse und Lehrgänge an. Wichtig ist die Beherrschung einer oder mehrerer Sportarten, Organisationstalent, Phantasie und Fremdsprachenkenntnisse.

Animateure/Animateurinnen erstellen Freizeitangebote in den Bereichen Sport und Spiel, Gesundheit (z. B. Gymnastik, autogenes Training), gesunde Ernährung (z. B. Kochkurse), bildnerisches und handwerkliches Gestalten, Heimatkunde usw. Dabei berücksichtigen sie die jeweiligen Freizeitbedürfnisse von z. B. Familien, Senioren, Kindern und Jugendlichen. Weiters sorgen sie für kulturelle Angebote und durch die Veranstaltung von Spielen und Wettbewerben für eine bessere Auslastung vorhandener Freizeiteinrichtungen wie Sportplätzen, Schwimmbädern und Fitnesseinrichtungen.

Animateure/Animateurinnen müssen die Sportarten und Aktivitäten, zu denen sie anregen, selbst gut beherrschen. Sie sollen die Gäste aber nicht durch übertriebene Perfektion überfordern oder entmutigen. Im Bereich der sportlichen Animation übernehmen häufig SportlehrerInnen (z. B. SchilehrerInnen) oder Aerobic-TrainerInnen die Rolle von Animateuren/Animateurinnen.

Um den Aufenthalt am Urlaubsort auch bei Schlechtwetter angenehm und interessant zu gestalten, erstellen die Animateure/Animateurinnen ein Programmangebot, das von der Witterung unabhängig ist (Tanzveranstaltungen, Feste, Keramik- und Malkurse usw.). Sie organisieren die dafür nötigen Räume und das Material und leiten die Gäste zu entsprechenden Tätigkeiten an, geben Anregungen und Tipps.

Da die Unterhaltung der Urlauber aus einem reichhaltigen Angebot schöpfen sollte, sind auch die Arbeitsmittel höchst unterschiedlich z. B. Spiele, Sportgeräte, Malutensilien, Musikanlagen. Für die organisatorischen Vorarbeiten verwenden sie Kommunikationssysteme wie Telefon, Computer. Das wichtigste Arbeitsmittel von Animateuren/Animateurinnen ist aber die eigene Person. Positive Ausstrahlung, sicheres und motivierendes Auftreten und aktives Zugehen auf die KundInnen sind Grundvoraussetzung für den Erfolg in diesem Beruf.

Animateure/Animateurinnen arbeiten gemeinsam mit ihren KollegInnen. Je nach Arbeitsort haben sie außerdem Kontakt mit Hotelpersonal, siehe z. B. Tourismuskaufmann/-frau, Hotel- und GastgewerbeassistentIn (Lehrberuf) oder zu Fachkräften im Bereich Reiseplanung, siehe z. B. ReiseleiterIn, ReisebüroassistentIn (Lehrberuf) sowie zu den Inhabern/Inhaberinnen örtlicher Sportschulen oder zu Boots-/oder Sportgerätevermietern. Sie arbeiten in Hotels, in Freizeit- und Sportanlagen, Veranstaltungsräumen und im Freien.

Wie bei vielen anderen Trainings-/Wellness- und Freizeitberufen wird diese Tätigkeit oft nebenberuflich ausgeübt. Einerseits ist die Tätigkeit oft saisonabhänging und andererseits werden häufig jüngere Animateure/Animateurinnen bevorzugt. Überlegen Sie sich deshalb immer auch, mit welcher Haupterwerbstätigkeit bzw. welchen anderen Tätigkeiten Sie diesen Beruf gut kombinieren können.

  • die Freizeitgestaltung mit ReiseveranstalterInnen oder Hotelangestellten besprechen (Zeitpläne erstellen)
  • die Gäste am Flughafen oder in der Hotelanlage empfangen
  • die Gäste über die geplanten Veranstaltungen informieren
  • sportliches, kulturelles, unterhaltendes Animationsprogramm durchführen
  • die Gäste zur Teilnahme an Veranstaltungen animieren
  • Kontakte zwischen den ReiseteilnehmerInnen herstellen (z. B. Unterhaltungsabende planen)
  • Ausflüge organisieren

  • Hotels, Clubs
  • Feriendörfer
  • Reiseveranstaltungsunternehmen

 

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