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FlugverkehrsleiterIn

Andere Bezeichnung(en): FluglotsIn, FlugverkehrskontrolleurIn

 

Berufsbeschreibung

In der Luft herrscht reger Verkehr - damit dennoch keine Zusammenstöße passieren, muss - ähnlich wie im Straßenverkehr auch - für Ordnung und Sicherheit gesorgt werden. Diese Aufgabe übernehmen die FlugverkehrsleiterInnen (FluglotsInnen). Sie beobachten startende, landende und querende Flugzeuge auf Radarschirmen und halten Funkkontakt mit den PilotInnen. Sie geben die Flugroute und die Flughöhe vor, erteilen die Starterlaubnis und geben die Freigabe zur Landung. Wenn Flugzeuge in Not geraten, leiten FlugverkehrsleiterInnen die entsprechenden Notmaßnahmen ein und übernehmen die Kommunikation für Such- und Rettungsmaßnahmen. Sie bedienen  Radar- und Funkanlagen und andere elektronische Einrichtungen. Sie arbeiten im Team zu mindestens zwei FlugverkehrsleiterInnen und eng mit Sicherheitsfachkräften des Flugverkehrs (Bodenpersonal) sowie mit den PilotInnen zusammen und sorgen so für einen sicheren und raschen Ablauf des Flugverkehrs.

"Wer Freude an einerseits Bildschirmarbeit und andererseits am Fliegen als solches und letztendlich auch technisches Interesse hat, den mag dieser Job des Fluglotsen, der Fluglotsin begeistern."
Dr. Christian Fürnweger leitet die  Austro Control Akademie, in einem Interview aus: AMS your job, 2004.

FlugverkehrsleiterInnen, arbeiten als Center- und TowerlotsInnen. CenterlotsInnen wickeln im Area Control Center (Bezirkskontrollstelle) - vereinfacht gesprochen - den Flugverkehr von Airport zu Airport ab, während TowerlotsInnen hauptsächlich für Start und Landung verantwortlich sind, also für den Flugverkehr rund um den Flughafen und für die Flugzeuge am Flugfeld.

Sie lenken den Flugverkehr mit Hilfe international standardisierter Sprechfunkanweisungen in englischer Sprache. Dabei werden durch sogenannte "Freigaben" (Erlaubnis für ein Luftfahrzeug, unter bestimmten Bedingungen zu fliegen) gesicherte Abstände zwischen den Abflügen und den Landeflügen sichergestellt. Fallweise setzen sie dafür auch Lichtsignale ein. Zur Lenkung und Überwachung des Flugverkehrs verwenden sie Radaranlagen, die mit elektronischen Anlagen zur Erfassung und Aufbereitung der benötigten Flugdaten gekoppelt sind.

FlugverkehrsleiterInnen geben die Flugrouten und Flughöhen vor und erteilen Lande- und Starterlaubnis. Sie führen auch den Flugverkehrsinformationsdienst durch und übermitteln an die PilotInnen alle jene Informationen, die für den sicheren Ablauf eines Fluges von Bedeutung sind (Flugwetter, Flugplatzzustand, Verkehrsinformationen usw.). Wenn erforderlich führen sie für Luftfahrzeuge, deren Betriebssicherheit gefährdet ist oder die sich in Flugnot befinden, den Alarmdienst durch. Der Flugverkehrskontrolldienst einschließlich des Fluginformations- und Alarmdienstes ist nach international einheitlichen Grundsätzen und Richtlinien geregelt.

Der österreichische Luftraum ist in fünf Teile aufgeteilt. FlugverkehrsleiterInnen müssen auf allen Teilen arbeiten können. Sie arbeiten dabei im Team mit einem/einer zweiten FlugverkehrsleiterIn. Der/die RadarlotsIn hält den Kontakt zum/zur PilotIn im Cockpit und leitet das Flugzeug, z. B. um Gewitterzellen zu umfliegen. Der/die KoordinatorIn hält Kontakt zu den umliegenden Sektoren und Ländern. Beide haben eine Radarschirm. Zugewiesen werden die Positionen von SupervisorInnen.

FlugverkehrsleiterInnen arbeiten mit den Flugplänen der FlugzeugführerInnen (PilotInnen), mit Funkequipment und vor allem mit Radarschirmen, auf denen die Luftfahrzeuge durch Zahlen symbolisiert werden. Fallweise arbeiten sie mit direktem Sichtkontakt unter der Verwendung von Lichtsignalen.

FlugverkehrsleiterInnen arbeiten in der Kontrollzentrale (Tower) von Flughäfen und Bezirkskontrollstellen (Area Control Center). Sie arbeiten eng mit ihren KollegInnen, FlugfunkerInnen, den PilotInnen und mit FlugwettertechnikerInnen zusammen. Fallweise haben sie Kontakt zu Sicherheitseinsatzkräften (z. B. Flughafenfeuerwehr) zu FlugverkehrsleiterInnen benachbarter Flughäfen und zur Flughafenleitung.

FlugverkehrsleiterInnen arbeiten in der Regel im Team als Radarlotes/-lotsin und KoordinatorIn und gemeinsam mit SupervisorInnen. Ihre Arbeitssprache ist Englisch. Sie arbeiten im Schichtdienst, der regelmäßig (ca. alle zwei Stunden) durch halbstündige Pausen unterbrochen wird, damit die Konzentrationsfähigkeit erhalten bleibt.

  • den flugrelevanten Verkehr am Boden überwachen und lenken
  • Start- und Landeerlaubnis erteilen; Flugroute und Flughöhe vorgeben
  • startende, landende und querende Flugzeuge auf Radarschirmen beobachten
  • die Besatzung vor und während des Fluges informieren, vorwiegend in englischer Sprache
  • unterschiedliche Kommunikations- und Steuereinrichtungen, wie  Radar, Navigationsgeräte, Funk und andere Datenübertragungseinrichtungen bedienen
  • mit Wetterstationen, anderen Flughäfen und sonstigen für den Flugverkehr relevanten Behörden und Institutionen kommunizieren
  • Notmaßnahmen einleiten; PilotInnen in Notsituationen unterstützen
  • Austro Control
  • Flughafenbetreibergesellschaften und Luftfrachtgesellschaften
  • Militärische Luftfahrt (Bundesheer)

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Austro Control Aviation Hubschrauber ICAO Radar

 

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