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Druckvorstufentechnik (Lehrberuf) - Lehrzeit: 3 1/2 Jahre

Andere Bezeichnung(en): früher: SetzerIn, SchriftsetzerIn, TypografIn, TypografikerIn

 

Berufsbeschreibung

DruckvorstufentechnikerInnen sind für alle erforderlichen Vorarbeiten für den Druck von Zeitungen, Zeitschriften, Plakaten, Prospekten, Büchern, Formularen usw. verantwortlich. Auch Produktionen im Bereich digitaler  Medien (z. B. CD-Roms, Bildschirmpräsentationen) gehören zu ihrem Arbeitsbereich. Sie verwenden für nahezu alle Arbeitsabläufe den Computer. Sie erfassen die Texte, Grafiken und Bilder oder übernehmen sie vom Datenträger. Sie bearbeiten Texte, Grafiken und Bilder und erstellen das  Layout (die Gestaltung) der Druckerzeugnisse. Sie arbeiten in Druckereibetrieben, Verlags- und Zeitungsdruckereien oder in Druckereien von Verpackungsindustriebetrieben. In größeren Druckereien arbeiten sie gemeinsam mit anderen Fachkräften des Druckereiwesens sowie mit Fachkräften des Mediendesigns. Bei ihrer Arbeit haben sie außerdem Kontakt zu ihren AuftraggeberInnen und KundInnen.

 

 

"Der Druckvorstufentechniker macht eigentlich die Arbeit vor dem Druck, bevor das fertige Produkt entsteht. Er arbeitet am Computer, er macht Druckplatten, er muss die Bilder bearbeiten, die später in die Prospekte, Bücher und Hefte eingefügt werden. Er mutiert die fertigen Seiten für das Druckprodukt zusammen."
Michael Kerzendorfer, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2005.

Das Aufgabengebiet von DruckvorstufentechnikerInnen reicht von der Gestaltung der Vorlagen bis zur Druckformenherstellung. Die Druckvorstufe umfasst das Erfassen und Überarbeiten elektronischer Texte, Grafiken und Bilder, die elektronische Seiten- und Bogenmontage und die Druckplatten- und Druckformenherstellung.

DruckvorstufentechnikerInnen erarbeiten die Vorlagen für den Druck von Printprodukten wie Zeitungen, Zeitschriften, Prospekten, Plakaten oder Büchern. Sie kombinieren Bild- und Textmaterial meist mit Computerprogrammen wie  Desktop Publishing zu einem Seiten-Layout und stellen davon Druckvorlagen her. Diese werden auf Film belichtet und auf die Druckplatten übertragen. Weiters sind sie auch für die Produktion von digitalen Produkten zuständig (z. B. CD-Rom).

DruckvorstufentechnikerInnen verwenden für ihre Arbeit elektronische Text- und Bildbearbeitungssysteme oder Satzsysteme (DTP =  Desktop Publishing, Bildbearbeitung-Tools). Die einzelnen Text- und Bildelemente werden zu Druckseiten zusammengestellt und Bogenmontagen hergestellt. Diese werden auf lichtempfindliches Filmmaterial (Montagefolien) übertragen, korrigiert und abschließend mit einem speziellen fotografischen Verfahren auf die Druckplatten kopiert. Heute gibt es bereits zentral steuerbare Systeme zur filmlosen Herstellung von Druckplatten; dabei steuert eine Fachkraft alle Schritte der Erstellung einer  Druckform vom Einlesen der Texte und Bilder über die Verarbeitung und Montage bis zur Plattenkopie.

DruckvorstufentechnikerInnen arbeiten in Büros an Computerarbeitsplätzen und in den Produktionsräumen von Druckereien. Sie arbeiten meist eigenständig und eigenverantwortlich und beraten ihre KundInnen über Ausführungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der jeweiligen  Medien. Teilweise (z. B. in Großbetrieben des Druckereiwesens) arbeiten sie auch im Team mit BerufskollegInnen und anderen Fach- und Hilfskräften des Druckereiwesens und der Medienbranche, siehe z. B. die Berufe der Drucktechnik (siehe Drucktechnik (Lehrberuf)) sowie Reprografie (Lehrberuf), Medienfachmann/-frau - Mediendesign (Lehrberuf), Medienfachmann/-frau - Medientechnik (Lehrberuf).

  • Originalvorlagen für die Reproduktion und die vorgegebenen Arbeitsmaterialien prüfen
  • Arbeitsvorbereitung, Arbeitsschritte festlegen
  • Strich- und Tonwertproduktionen mit elektronischen Geräten herstellen
  • mengen- und gestaltungsorientierten Satz herstellen
  • Druckformen für den  Offsetdruck mit Hilfe von fotomechanischen und elektronischen Geräten herstellen
  • Seiten- und Bogenmontagen ausführen
  • Texte und Bilder bearbeiten (z. B. Farben und Fehler korrigieren)
  • Farbauszüge (Reproduktionen), Satzprodukte und Druckformen messen und prüfen
  • die fertigen Produkte für deren eventuelle Wiederverwendung lagern und sicherstellen
  • technische Einrichtungen reinigen, pflegen und warten
  • einfache Instandsetzungsarbeiten durchführen
  • technische Daten und Arbeitsergebnisse erfassen
  • Druckereibetriebe
  • Verlags- und Zeitungsdruckereien
  • Hausdruckereien von Großunternehmen (z. B. Banken)
  • Betriebe des Druckformenhersteller-Gewerbes (Repro- und Montagestudios)
  • Verpackungsindustriebetriebe

Hier finden Sie ein paar Begriffe, die Ihnen in diesem Beruf und in der Ausbildung immer wieder begegnen werden:

 Bildbearbeitung Bubblejet-Verfahren Desktop Publishing Druckform Flachdruckverfahren Fotogravur-Drucktechnik Hochdruckverfahren Kalibrieren Layout Lithographie Matrize Offsetdruck Plotter Scanner Siebdruckverfahren

 

 

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Wirtschaftskammer Österreich
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